Freitag, 12. März 2010

Ecuador - Kolumbien - Südamerika ADE!

Ecuador begrüßt uns wieder mit einer hügeligen Landschaft, deren Hochtäler in 1.500 bis 2.500 Meter liegen.
Dies bedeutet viele Bergstrecken, die uns oft mehrmals täglich auf über 3500 Meter Höhe führen.
Trotz der vielen Berge wird die Gegend landwirtschaftlich intensiv genutzt. Man sieht Felder in Steilhanglagen und fragt sich, wie die Bauern diese anlegen und pflegen können.
Entsprechend viele Tiere aller Arten benutzen die Straße als bequemen Standplatz und Wanderweg, da diese eine verlockend ebene Fläche darstellt. Pferde, Kühe, Esel, Ziegen, Schafe, Schweine machen es sich sehr häufig mitten auf der Straße gemütlich.
Manchmal wird die Straße auch einfach zum Trocknen der Ernte verwendet und ein Fahrstreifen wird in „landwirtschaftliche Fläche“ umgewidmet.
Auch im kulinarischen Bereich ist nicht alles so wie bei uns. In Südamerika sind gebratene Mehrschweinchen (CUY a la Plancha) eine Spezialität. – Wir haben uns auf das Foto beschränkt und auf das Kosten verzichtet.
Warum Ecuador seinen Namen trägt, ist nicht schwer zu erraten - der Äquator (spanisch: ECUADOR) läuft mitten durch dieses Land.
In der Nähe der Hauptstadt QUITO ist das „Äquatordenkmal“ (MITAD DEL MUNDO), das den Ort markiert, an dem 1736 eine französische Expedition die genaue Lage des Äquators bestimmte.
Heute weiß man zwar, daß die Äquatorlinie tatsächlich 240 Meter weiter nördlich liegt. Uns ist es egal – wir finden, daß die Leute mit damaligen Mitteln trotzdem eine großartige Leistung vollbracht haben. Ein Erinnerungsfoto mußte auf jeden Fall sein.
Die 2-Millionen-Stadt QUITO liegt auf ca. 2800 Meter Höhe und hat dadurch trotz ihrer Lage am Äquator ein sehr angenehmes Klima.
Viele Gebäude und Kirchen aus der spanischen Kolonialzeit sind noch gut erhalten bzw. schön renoviert.
Als wir das Parlamentsgebäude besichtigen, findet gerade die wöchentliche „Parade“ für den Präsidenten statt. Da dieser gerade im Ausland weilt, winkt vom Balkon der Vizepräsident herunter.
Neben Militär in traditionellen Uniformen, berittenen Soldaten und einer großen Musikkapelle nehmen auch Schulklassen an diesem Ereignis teil. Einige Schulmädchen möchten unbedingt mit Babsi auf ein Foto.
Weiter geht es nach KOLUMBIEN, auf das wir besonders gespannt sind, da sich viele Gerüchte und Schauermärchen um dieses Land ranken. Bei uns in Europa ist das Land ja leider fast nur durch Medienberichte über Drogenbarone, Rebellen und Entführungen bekannt.
Tatsächlich sind die Menschen, denen wir hier begegnen, aber sehr freundlich und zuvorkommend.
Kolumbien ist auch landschaftlich sehr schön. Wir fahren aus dem andinen Hochland noch mehr als tausend Kilometer unzählige Serpentinen bergauf und bergab bis in die karibische Ebene, wo Palmen und Zuckerrohranbau die Landschaft dominieren.
Auf der gesamten Strecke ist das Militär allgegenwärtig. Sonst würden wir wahrscheinlich von den tatsächlich bestehenden Sicherheitsproblemen gar nichts mitbekommen.
Alle paar Kilometer sind Militärkontrollen zu passieren. Teilweise stehen gepanzerte Fahrzeuge an diesen Stationen. Alle Soldaten tragen Waffen und schußsichere Westen.
Uns winken die Soldaten meist nur freundlich zu und lassen uns weiterfahren, ohne daß wir anhalten müssen. – Werden wir dennoch angehalten, begrüßen sie uns freundlich und fragen nach dem woher und wohin bzw. wollen wissen, aus welchem Land wir kommen und wie uns Kolumbien gefällt.
In der Kaffeeregion bleiben wir auf einer Kaffefinka mit Hotelanlage und Schwimmbad einige Tage, besichtigen die Kaffeeplantage, pflücken Kaffee, Babsi melkt eine Kuh, Helmut setzt sich mal wieder auf ein Pferd und geht zum CANOPY.
Beim Canopy wird man in einem Sitzgurt mit einer Seilrolle an ein Stahlseil gehängt und rutscht daran über Schluchten.
Von diesem luftigen Sitz ging es zwischen 40 und 80 Meter in die Tiefe und wir erreichten Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h.
Dann machen wir noch einen Tagesausflug in ein Hochtal, in dem die seltenen Wachspalmen (= Nationalbaum Kolumbiens) wachsen, die bis zu 60 Meter hoch werden.
Nach den erholsamen Tagen auf der Kaffeefinka geht es wieder auf die Straße, denn bis CARTAGENA liegen noch viele Kilometer vor uns.
Im Gebiet der Zuckerrohrplantagen begegnen wir riesigen LKW-Zügen mit bis zu 4 Anhängern (Trenes de cañas) und verbringen noch zwei Nächte auf einer Kaiman – Farm.
Auch hier werden wir wieder durch einen Swimming-Pool verwöhnt, in dem wir bis spät abends schwimmen. – Während der Nacht findet auch ein Kaiman, daß es im Pool sehr angenehm ist. Die Wächter entdecken ihn aber glücklicherweise vor unserem „Morgenbad“.
Die letzte Etappe führt uns nun endlich nach CARTAGENA, wo wir einige Tage in einem sehr schönen Hotel verbringen.
Unser WOMO muß mit dem Schiff nach Panama gebracht werden, da es zwischen Südamerika (KOLUMBIEN) und Mittelamerika (PANAMA) keine Straßenverbindung gibt.
Die Besichtigung der schönen Altstadt von Cartagena, der Genuß einiger karibischer Cocktails und das Schwimmen im Hotelpool lassen uns auch diese Wartetage schnell vergehen.
Mit dem Flug nach Panama-City (PANAMA) endet der große Reiseabschnitt „Südamerika“, der uns unvergeßliche und vielfältige Eindrücke eines beineindruckenden Kontinents beschert hat.
Diesen Bericht schreiben wir bereits in unserem Hotel in Panama-City, wo wir auf die Ankunft des Schiffes mit unseren Wohnmobilen warten.


Viele Felder sind an steilen Hängen angelegt. Die Bauern müssen sich wahrscheinlich bei der Feldarbeit „anseilen“.


Damit freilaufende Schweine nicht in die umzäunten Gemüsegärten kommen, wird ihnen ein Halsgestell angelegt.


Wenn man eine ebene Fläche zum Trocknen der Ernte braucht, wird einfach ein Fahrstreifen in landwirtschaftlichen Grund „umgewidmet“.


Gebratene Mehrschweinchen (CUY a la Plancha) sind in vielen Ländern Südamerikas eine Spezialität.



Am Äquatordenkmal bei QUITO (ECUADOR) können wir uns an den Händen halten, obwohl jeder von uns auf einer anderen Erdhälfte steht.












Vor dem Parlament in QUITO findet eine Parade für den Präsidenten statt. Anwesende Schulmädchen möchten gerne ein Foto mit Babsi.






Einmalig schöne Aussichten bietet die Fahrt vom andinen Hochland in die karibische Ebene Kolumbiens.


Wir werden in Originalkleidung gesteckt und als Kaffeepflücker ausgebildet. Nur die roten Kaffeekirschen dürfen in das Körbchen.








In den Bergregenwäldern mancher Regionen wachsen auf zwischen 2.000 und 3.000 Meter Höhe die seltenen Wachspalmen. Sie werden bis zu 60 Meter hoch und sind die offiziellen Nationalbäume Kolumbiens.








Ab und zu gibt es auch für das WOMO eine Dusche. Die Autowäscher haben einen Riesenspaß und jeder möchte auch einmal mit einem CASA RODANTE (Wohnmobil) fotografiert werden.


In den Anbaugebieten für Zuckerrohr wird die Ernte in riesigen Lastzügen mit bis zu 4 Anhängern (Trenes de cañas) zur Zuckerfabrik gebracht.










Auf den vielen Kilometern unserer Reise bekommen wir auch manch heiteres Bild zu sehen. – Radwechsel auf kolumbianisch.












Ein Kaiman macht es sich in unserem Swimmingpool gemütlich und wartet auf „Badegäste“. – Glücklicherweise entdecken ihn die Wächter, bevor wir unser Morgenbad nehmen. Zum kräftig „in die Zehen beißen“ hätte es wohl gereicht.







Die Festungsmauern von CARTAGENA (KOLUMBIEN) sollten die Stadt vor den Angriffen der Piraten aus dem karibischen Meer schützen.

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