Freitag, 12. März 2010

Ecuador - Kolumbien - Südamerika ADE!

Ecuador begrüßt uns wieder mit einer hügeligen Landschaft, deren Hochtäler in 1.500 bis 2.500 Meter liegen.
Dies bedeutet viele Bergstrecken, die uns oft mehrmals täglich auf über 3500 Meter Höhe führen.
Trotz der vielen Berge wird die Gegend landwirtschaftlich intensiv genutzt. Man sieht Felder in Steilhanglagen und fragt sich, wie die Bauern diese anlegen und pflegen können.
Entsprechend viele Tiere aller Arten benutzen die Straße als bequemen Standplatz und Wanderweg, da diese eine verlockend ebene Fläche darstellt. Pferde, Kühe, Esel, Ziegen, Schafe, Schweine machen es sich sehr häufig mitten auf der Straße gemütlich.
Manchmal wird die Straße auch einfach zum Trocknen der Ernte verwendet und ein Fahrstreifen wird in „landwirtschaftliche Fläche“ umgewidmet.
Auch im kulinarischen Bereich ist nicht alles so wie bei uns. In Südamerika sind gebratene Mehrschweinchen (CUY a la Plancha) eine Spezialität. – Wir haben uns auf das Foto beschränkt und auf das Kosten verzichtet.
Warum Ecuador seinen Namen trägt, ist nicht schwer zu erraten - der Äquator (spanisch: ECUADOR) läuft mitten durch dieses Land.
In der Nähe der Hauptstadt QUITO ist das „Äquatordenkmal“ (MITAD DEL MUNDO), das den Ort markiert, an dem 1736 eine französische Expedition die genaue Lage des Äquators bestimmte.
Heute weiß man zwar, daß die Äquatorlinie tatsächlich 240 Meter weiter nördlich liegt. Uns ist es egal – wir finden, daß die Leute mit damaligen Mitteln trotzdem eine großartige Leistung vollbracht haben. Ein Erinnerungsfoto mußte auf jeden Fall sein.
Die 2-Millionen-Stadt QUITO liegt auf ca. 2800 Meter Höhe und hat dadurch trotz ihrer Lage am Äquator ein sehr angenehmes Klima.
Viele Gebäude und Kirchen aus der spanischen Kolonialzeit sind noch gut erhalten bzw. schön renoviert.
Als wir das Parlamentsgebäude besichtigen, findet gerade die wöchentliche „Parade“ für den Präsidenten statt. Da dieser gerade im Ausland weilt, winkt vom Balkon der Vizepräsident herunter.
Neben Militär in traditionellen Uniformen, berittenen Soldaten und einer großen Musikkapelle nehmen auch Schulklassen an diesem Ereignis teil. Einige Schulmädchen möchten unbedingt mit Babsi auf ein Foto.
Weiter geht es nach KOLUMBIEN, auf das wir besonders gespannt sind, da sich viele Gerüchte und Schauermärchen um dieses Land ranken. Bei uns in Europa ist das Land ja leider fast nur durch Medienberichte über Drogenbarone, Rebellen und Entführungen bekannt.
Tatsächlich sind die Menschen, denen wir hier begegnen, aber sehr freundlich und zuvorkommend.
Kolumbien ist auch landschaftlich sehr schön. Wir fahren aus dem andinen Hochland noch mehr als tausend Kilometer unzählige Serpentinen bergauf und bergab bis in die karibische Ebene, wo Palmen und Zuckerrohranbau die Landschaft dominieren.
Auf der gesamten Strecke ist das Militär allgegenwärtig. Sonst würden wir wahrscheinlich von den tatsächlich bestehenden Sicherheitsproblemen gar nichts mitbekommen.
Alle paar Kilometer sind Militärkontrollen zu passieren. Teilweise stehen gepanzerte Fahrzeuge an diesen Stationen. Alle Soldaten tragen Waffen und schußsichere Westen.
Uns winken die Soldaten meist nur freundlich zu und lassen uns weiterfahren, ohne daß wir anhalten müssen. – Werden wir dennoch angehalten, begrüßen sie uns freundlich und fragen nach dem woher und wohin bzw. wollen wissen, aus welchem Land wir kommen und wie uns Kolumbien gefällt.
In der Kaffeeregion bleiben wir auf einer Kaffefinka mit Hotelanlage und Schwimmbad einige Tage, besichtigen die Kaffeeplantage, pflücken Kaffee, Babsi melkt eine Kuh, Helmut setzt sich mal wieder auf ein Pferd und geht zum CANOPY.
Beim Canopy wird man in einem Sitzgurt mit einer Seilrolle an ein Stahlseil gehängt und rutscht daran über Schluchten.
Von diesem luftigen Sitz ging es zwischen 40 und 80 Meter in die Tiefe und wir erreichten Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h.
Dann machen wir noch einen Tagesausflug in ein Hochtal, in dem die seltenen Wachspalmen (= Nationalbaum Kolumbiens) wachsen, die bis zu 60 Meter hoch werden.
Nach den erholsamen Tagen auf der Kaffeefinka geht es wieder auf die Straße, denn bis CARTAGENA liegen noch viele Kilometer vor uns.
Im Gebiet der Zuckerrohrplantagen begegnen wir riesigen LKW-Zügen mit bis zu 4 Anhängern (Trenes de cañas) und verbringen noch zwei Nächte auf einer Kaiman – Farm.
Auch hier werden wir wieder durch einen Swimming-Pool verwöhnt, in dem wir bis spät abends schwimmen. – Während der Nacht findet auch ein Kaiman, daß es im Pool sehr angenehm ist. Die Wächter entdecken ihn aber glücklicherweise vor unserem „Morgenbad“.
Die letzte Etappe führt uns nun endlich nach CARTAGENA, wo wir einige Tage in einem sehr schönen Hotel verbringen.
Unser WOMO muß mit dem Schiff nach Panama gebracht werden, da es zwischen Südamerika (KOLUMBIEN) und Mittelamerika (PANAMA) keine Straßenverbindung gibt.
Die Besichtigung der schönen Altstadt von Cartagena, der Genuß einiger karibischer Cocktails und das Schwimmen im Hotelpool lassen uns auch diese Wartetage schnell vergehen.
Mit dem Flug nach Panama-City (PANAMA) endet der große Reiseabschnitt „Südamerika“, der uns unvergeßliche und vielfältige Eindrücke eines beineindruckenden Kontinents beschert hat.
Diesen Bericht schreiben wir bereits in unserem Hotel in Panama-City, wo wir auf die Ankunft des Schiffes mit unseren Wohnmobilen warten.


Viele Felder sind an steilen Hängen angelegt. Die Bauern müssen sich wahrscheinlich bei der Feldarbeit „anseilen“.


Damit freilaufende Schweine nicht in die umzäunten Gemüsegärten kommen, wird ihnen ein Halsgestell angelegt.


Wenn man eine ebene Fläche zum Trocknen der Ernte braucht, wird einfach ein Fahrstreifen in landwirtschaftlichen Grund „umgewidmet“.


Gebratene Mehrschweinchen (CUY a la Plancha) sind in vielen Ländern Südamerikas eine Spezialität.



Am Äquatordenkmal bei QUITO (ECUADOR) können wir uns an den Händen halten, obwohl jeder von uns auf einer anderen Erdhälfte steht.












Vor dem Parlament in QUITO findet eine Parade für den Präsidenten statt. Anwesende Schulmädchen möchten gerne ein Foto mit Babsi.






Einmalig schöne Aussichten bietet die Fahrt vom andinen Hochland in die karibische Ebene Kolumbiens.


Wir werden in Originalkleidung gesteckt und als Kaffeepflücker ausgebildet. Nur die roten Kaffeekirschen dürfen in das Körbchen.








In den Bergregenwäldern mancher Regionen wachsen auf zwischen 2.000 und 3.000 Meter Höhe die seltenen Wachspalmen. Sie werden bis zu 60 Meter hoch und sind die offiziellen Nationalbäume Kolumbiens.








Ab und zu gibt es auch für das WOMO eine Dusche. Die Autowäscher haben einen Riesenspaß und jeder möchte auch einmal mit einem CASA RODANTE (Wohnmobil) fotografiert werden.


In den Anbaugebieten für Zuckerrohr wird die Ernte in riesigen Lastzügen mit bis zu 4 Anhängern (Trenes de cañas) zur Zuckerfabrik gebracht.










Auf den vielen Kilometern unserer Reise bekommen wir auch manch heiteres Bild zu sehen. – Radwechsel auf kolumbianisch.












Ein Kaiman macht es sich in unserem Swimmingpool gemütlich und wartet auf „Badegäste“. – Glücklicherweise entdecken ihn die Wächter, bevor wir unser Morgenbad nehmen. Zum kräftig „in die Zehen beißen“ hätte es wohl gereicht.







Die Festungsmauern von CARTAGENA (KOLUMBIEN) sollten die Stadt vor den Angriffen der Piraten aus dem karibischen Meer schützen.

Samstag, 20. Februar 2010

Bolivien und Peru

Von PUTRE (PERU) aus fahren wir ueber den hohen Grenzpass nach Bolivien und kommen nach LA PAZ, der "heimlichen" Hauptstadt Boliviens (die offizielle Hauptstadt ist SUCRE).
Hier erfahren wir, dass es bei unseren naechsten Reisezielen CUSCO und MACHU PICCHU aufgrund des Wetterphaenomens "EL NINO" die schlimmsten Unwetter seit ueber 500 Jahren gab.
Es wurden Strassen, Bruecken und die Eisenbahnverbindung zerstoert.
Die Reparaturarbeiten werden ueber zwei Monate dauern und die Region wurde zum Katastrophengebiet erklaert. - Wir koennen daher klarerweise nicht dahin fahren und erhalten "Alternativprogramme" angeboten.
Der erste Punkt davon ist gleich sehr spektakulaer, da in der Naehe von LA PAZ der beruehmt-beruechtigte, 4.600 Meter hohe JUNGAS - PASS liegt.
Von dort aus fuehrte ehemals nur eine einspurige Schotterpiste durch den "Nebelwald" in das Tal, das auf 1.200 Meter liegt. Speziell bei Gegenverkehr war dies wirklich eine "enge" Sache und viele Kreuze entlang der Strasse erinnern daran, dass es oft auch nicht gut ausging.
Mit einem gemieteten Bus fahren wir diese "wilde" Strecke nach unten und dann auf der neu gebauten, asphaltierten Strasse - die streckenweise auch schon wieder durch einige Erdrutsche schwer passierbar war - wieder zurueck nach LA PAZ.
Der naechste Fahrtabschnitt bringt uns an den TITICACASEE, der je zur Haelfte Bolivien und Peru gehoert. Er liegt auf 3.853 Meter Hoehe und hat eine Flaeche von 8.560 km2 (= ca. 12 x so gross wie der Bodensee).
Er ist nicht nur der groesste See Suedamerikas, sondern auch der hoechste schiffbare See der Welt.
Durch die besondere Form des Sees bedingt, fuehrt die Strasse an einer Engstelle (800 Meter breit) ueber den See. Es gibt jedoch keine Bruecke und auch keine "richtige" Faehre, sondern nur "Holzfloesse", auf der ein bis zwei Autos Platz finden. - Bereits das Auffahren ueber eine Holzrampe vom Sandstrand aus ist mehr als spannend, da die Bodenfreiheit unseres Autos sehr gering ist. Hinzu kommt, dass die Holzfloesse sehr alt, morsch und wackelig sind. - Nach viel "hin und her", dem Unterlegen von Keilen und einigen spanischen "Fluechen" (kann Helmut auch schon) ist es aber geschafft, und wir kommen letztlich gut am anderen Ufer an.
In COPACABANA (BOLIVIEN) essen wir dann direkt am Seeufer "TRUCHA" (Forelle) aus dem TITICACASEE.
Die naechste Stadt ist PUNO (PERU),. von der aus wir einen Bootsausflug zu den "schwimmenden Inseln" der URO-Indianer machen. - Diese Inseln werden von den Bewohnern aus Schilf selbst gemacht und in Ufernaehe auf ca. 10-20 Meter Wassertiefe verankert. Die URO bauen darauf ihre Huetten, in denen sie mit ihren Familien vom Fisch- bzw. Vogelfang leben. Es gibt auch eine Schule und alles was sonst noch zu einer Gemeinde gehoert. - Heute leben die URO aber hauptsaechlich vom Tourismus.
Nach dem Besuch von SILLUSTANI (PERU) wo wir 2.000 Jahre alte "Grabtuerme" besichtigen und auch ein paar Mumien in ihrer Ruhe "stoeren", fahren wir nach AREQUIPA (PERU), wo wir noch etwas fuer die Kultur tun.
Wir sehen uns das beruehmte Nonnenkloster MONASTERIO DE SANTA CATALINA an, das so gross ist, dass es "eine Stadt in der Stadt" ist. Wir bedauern die Geschichte der Maedchen, die als Toechter von spanischen "Edelleuten" hierher geschickt und dann bis an ihr Lebensende "eingeschlossen" und von der Aussenwelt total abgeschirmt wurden. - Aber damals galt es als "chic", es sich leisten zu koennen, eine Tochter als Nonne in SANTA CATALINA zu haben.
Nach einem kurzen Bad im pazifischen Ozean (CAMANA), fahren wir weiter nach NASCA (PERU).
Die "Linien von NASCA" sind den meisten durch ERIC VON DAENIKEN bekannt, der diese in einem Buch als "Landeplaetze fuer Ausserirdische" interpretiert hat.
Aus einem kleinen Flugzeug koennen wir uns die Linien und Symbole, die im Wuestenboden als "Scharrbilder" eingekratzt sind, von oben ansehen.
Auch wenn Herr DAENIKEN nicht recht hat, war es doch interessant, diese Figuren einmal zu sehen, von denen die Wissenschaft bis heute nicht weiss, wie und wozu sie von den Indios vor so langer Zeit gemacht wurden.
Damit die Natur nicht zu kurz kommt, sehen wir uns die ISLAS DE BALLESTAS an, wo die groesste Seevogel-Konzentration der Welt vorzufinden ist.
Mit einem kleinen Schnellboot fahren wir zu den der Kueste vorgelagerten Inseln hinaus. Wir koennen verschiedenste Vogelarten (Pelikane, Toelpel, Moeven, Seeschwalben etc.), Pinguine und Seeloewen aus naechster Naehe bewundern.
Gab es bereits auf der Hinfahrt unruhige See, so nahm auf der Rueckfahrt aufgrund zunehmenden Windes auch die Wellenhoehe zu. Das leichte Schnellboot musste geradezu ueber die Wellen "springen", um uns zum Hafen zurueckbringen zu koennen. - Entsprechend hart waren die "Schlaege" und ueberkommendes Spritzwasser durchnaesste uns alle.
In der Hauptstadt LIMA (PERU) konnten wir bei einer gefuehrten Stadtrundfahrt sehen, dass die 9-Millionenstadt viel Armut hat (2/3 der Einwohner leben in den Elendsvierteln).
Es gibt aber auch eine sehr schoene "Altstadt" mit vielen renovierten Bauten aus der spanischen Kolonialzeit. Im "Goldmuseum" lernen wir, dass nicht die INKAS, sondern die VORINKAISCHEN Voelker die wahren Traeger der peruanischen Kultur waren.
Von LIMA (PERU) aus fliegen wir ueber CUSCO (PERU) nach PUERTO MALDONADO (PERU), das in AMAZONIEN in der Provinz MADRE DE DIOS (Mutter Gottes) liegt.
Mit einem Bus werden wir ueber eine Lehmpiste durch abgeholzte, ehemalige Dschungelgebiete, in denen inzwischen kleine "Plantagen" angelegt wurden, zum naheliegenden Fluss TAMBOPATA gebracht, wo wir auf ein Flussboot umsteigen. Dieses bringt uns in unsere Dschungel-Lodge (POSADA AMAZONAS).
Bei gut 30 Grad Celsius, ueber 90 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit und nicht zu knappen Moskitoattacken machen wir in den naechsten Tagen Wanderungen ueber teilweise wirklich arg verschlammte Dschungelpfade.
Wir steigen auf einen 37 Meter hohen Geruestturm, um die verschiedenen Wachstumszonen der Urwaldbaeume zu sehen.
Beeindruckend sind die riesigen KABUK-Baeume mit ihren "Brettwurzeln", die eine Hoehe von ueber 30 Metern (koennen bis zu 60 Meter hoch werden) und einen einen Durchmesser von mehreren Metern haben.
Auch einen netten SCHAMANEN besuchen wir, der uns Pflanzen fuer verschiedenste Heilzwecke zeigt und erklaert.
Leider hoeren wir von den meisten Tieren nur das Knacken und Rascheln in den Baumkronen bzw. ihr Geschrei. Aber ein paar Affen und Papageien sehen wir doch.
Am Abend gibt es in der Bar der Lodge auf jeden Fall immer einen PISCO SOUR (Nationalgetraenk von Peru) und - nachdem unsere Zimmer zur Dschungelseite hin gar keine Wand haben, hoeren wir unter unserem Moskitonetz das eindringliche Geschrei der Bruellaffen.
Nach vier Dschungeltagen fliegen wir wieder zurueck nach LIMA (PERU) und fahren mit unseren Wohnmobilen weiter nach HUANCHACO (PERU), wo wir einen Stellplatz direkt am Strand haben und frueh am Morgen im Pazifik baden.
Danach fahren wir zu der Ruinenstadt von CHAN CHAN. Diese Stadt wurde um 1.300 n.C. zur Gaenze aus luftgetrockneten Lehmziegeln erbaut und hatte fast 70.000 Einwohner. Damit war sie nicht nur die groesste Stadt Suedamerikas sondern auch die groesste Lehmziegelstadt der Welt.
Noch am gleichen Tag fahren wir weiter nach LAMBAYEKE (PERU), wo das naechste Highlight auf uns wartet - das modernste Museum Suedamerikas (MUSEO TUMBAS REALES DE SIPAN).
Hier sehen wir unglaubliche Funde aus den koeniglichen Graebern von SIPAN in einer fantastischen Praesentation.
Morgen muessen wir uns leider schon wieder von PERU verabschieden. Unser naechstes Reiseziel liegt bereits in ECUADOR.


Die Stadt LA PAZ liegt auf 3.000 bis 4.200 Meter Hoehe. Die steilen Abhaenge des Hochtals sind spektakulaer verbaut. Die Strassen innerhalb der Stadt haben deshalb Serpentinen mit Steigungen, die wir nur von unseren Gebirgspaessen kennen.










Die alte Schotterstrasse am JUNGAS-PASS hat einiges an herrlichen Ausblicken, aber auch an Spannung zu bieten. - Auf 4.600 Metern Hoehe gab es Schneefall, dazwischen viel Nebel und Regen und unten herrlichen Sonnenschein. - Nicht umsonst wird dieses Gebiet als "Nebelwald" bezeichnet.







Auf dieses alte Holzfloss sind wir mit unserem WOMO gefahren und wurden auf die andere Seite des TITICACASEES gebracht. - Wie man sich denken kann, gab es dabei eine ganze Menge "spannender" Momente.










Dass die URO-Indianer heute noch auf ihren schwimmenden Inseln leben koennen, verdanken sie den Touristen, die ihre Haupteinnahmequelle darstellen.









In der "Klosterstadt" SANTA CATALINA in AREQUIPA (PERU) lebten in totaler Abgeschlosssenheit bis zu 500 Toechter aus spanischen Adelsfamilien als Nonnen.










Scharrbild: COLIBRI
Mit einem Kleinflugzeug ueberfliegen wir die Wueste von NASCA und bewundern die beruehmten "Linien und Symbole" (Scharrbilder), die von Urvoelkern geschaffen wurden und deren wahren Zweck die Wissenschaft bis heute nicht herausfinden konnte.








Die ISLAS DE BALLESTAS werden auch "Klein Galapagos" genannt, da es hier die groesste Seevogelkonzentration der Welt gibt. - Aber wie das Bild beweist, gibt es auch sehr viele Seeloewen.









LIMA, die Hautpstadt von PERU, ueberrascht uns mit grossartigen Kolonialbauten und Plaetzen.













Babsi hat Glueck und entdeckt ein Dreifinger-Faultier, das ihr freundlich in die Linse "laechelt".












Mit diesem Boot werden wir am RIO TAMBOPATA von unserer Dschungel-Lodge zum Pflanzenwald des SCHAMANEN gebracht.












Hier fehlt doch glatt die Aussenwand unseres Zimmers!
Dafuer leben wir hautnah mit dem Dschungel und werden durch das laute Geschrei der Bruellaffen geweckt.










Dem Foto sieht man es nicht an, dass wir dafuer auf einen 37 Meter hohen Geruestturm geklettert sind. Die Aussicht entschaedigt aber fuer den vergossenen Schweiss.












Den Attacken der Moskitos bei unseren Dschungelwanderungen mussten wir auch etwas entgegensetzen. - Die "Stichbilanz" nach vier Dschungeltagen ging aber trotzdem zugunsten der Moskitos aus.


Freitag, 29. Januar 2010

Durch die Wüsten Argentiniens, Chiles und Boliviens

Auf der Strecke von MENDOZA (Argentinien) nach SAN JUAN (Argentinien) wechselt das Landschaftsbild abrupt von Weingärten auf Halbwüste.
In den Nationalparks von ISCHIGUALASTO (Argentinien) und TALAMPAYA (Argentinien) finden wir dann nur noch Sand- und Steinwüsten mit niedrigem Bewuchs, aber einer Menge toll anzusehender Steinformationen vor, die durch Erosionen entstanden sind.
Nun wollen wir in die ATACAMA Wüste nach Chile, und es liegt wieder eine lange, aber abwechslungsreiche Strecke mit vielen Höhepunkten vor uns.
In AMAICHA DEL VALLE (Argentinien) besuchen wir ein wirklich schön gestaltetes Museum, das die PACHAMAMA (= Mutter Erde) als Thema hat.
Als wir nach langen Fahrstrecken schließlich in die Nähe des bekannten Weinortes CAFAYATE kommen, säumen kilometerlang Olivenbäume den Weg, bis dann wieder Weingärten die Landschaft dominieren.
Grund für die plötzliche Fruchtbarkeit: Hier gibt es Wasser!
Kurz nach CAFAYATE wechselt das Landschaftsbild wieder, und wir fahren fast 50 Kilometer durch eine Schlucht (QUEBRADA DE CAFAYATE), in der man sich an den phantastischen Steinformationen und Farben kaum satt sehen kann.
Schließlich kommen wir in die Stadt SALTA (Argentinien), die den Beinamen LA LINDA (die Schöne) trägt.
Nach Folkloreabend und Stadtbesichtigung in SALTA geht es weiter. Wir kommen zum nördlichsten Ort Argentiniens, TILCARA. Der Ort liegt auf über 2.500 Meter Seehöhe und besticht durch eine lebendige INDIO-Kultur. Wir besichtigen eine rekonstruierte Festungsanlage der OMAGUACA-Indianer, die als Ureinwohner der Gegend gelten, und den botanischen Hochlandgarten.
Von TILCARA (Argentinien) müssen wir noch den PASO DE JAMA (Paßhöhe ca. 4.200 Meter) überwinden, bevor wir nach SAN PEDRO DE ATACAMA (Chile) kommen.
SAN PEDRO DE ATACAMA ist ein eher unattraktiver, staubiger Wüstenort, der als Zentrum ein paar Straßen mit Kneipen, Restaurants und Internet-Cafés hat. Auf einem privaten, umzäunten Gelände findet unser Wohnmobil einen sicheren Platz, denn es gibt zwei besondere Programmpunkte:
Als erstes machen wir einen Tagesausflug nach EL TATIO (Chile), dem höchstgelegenen Geysirfeld der Welt (auf 4.300 Meter Seehöhe). Ein alter Bus holt uns um 04:30 Morgens ab und bringt uns auf Sand- und Steinpisten nach EL TATIO, wo wir vor Sonnenaufgang ankommen und bei Minus 5 Grad Celsius frieren. Der Sonnenaufgang bringt Wärme und herrliches Licht für schöne Aufnahmen.
Am nächsten Tag geht es aber erst richtig los – wir machen eine dreitägige Tour in die größte Salzwüste der Erde, dem SALAR DE UYUNI (Bolivien). Der SALAR DE UYUNI ist ca. 12.000 km² groß und liegt auf über 3.600 Metern Seehöhe.
Wieder werden wir mit einem alten Bus abgeholt und an die bolivianische Grenze gefahren. Dort warten schon 6 Jeeps auf uns. Wir steigen um und kommen nach ca. 450 Kilometer Pistenfahrt durch herrliche Naturlandschaften zwischen Vulkanen und an Lagunen vorbei, spät am Abend bei leichtem Regen im Ort UYUNI (Bolivien) an. Wir nächtigen in einem bescheidenen Hotel – aber immerhin haben wir noch ein eigenes Zimmer für uns.
Am zweiten Tag beginnt unsere Fahrt von ca. 130 Kilometer quer über den Salzsee. – Eine gleißend weiße, ebene Salzfläche liegt vor uns. – Wir besuchen das „Salzhotel“, das tatsächlich inklusive der Inneneinrichtung komplett aus Salz gebaut ist.
Mit über 100 km/h brausen die Jeeps über die Salzfläche, die teilweise noch vom Regen des Vortages mit Wasser bedeckt ist. Ziel ist die ISLA DEL PESCADO (Fischinsel), die inmitten des Salzsees liegt.
Der Name der Insel kommt von der fischähnlichen Form, die durch die Spiegelung des Reliefs auf dem Salzsee entsteht.
Tatsächlich handelt es sich dabei um einen großen Felsen, der dicht mit den schönsten Kakteen bewachsen ist.
Nach der Überquerung des Salzsees fahren wir durch wildromantische Landschaften nach ALOTA (Bolivien), wo wir die zweite Nacht in „Mehrbettzimmern“ verbringen, was unserer guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tut.
Auch der dritte Tag bietet uns eine abenteuerliche Fahrt durch bizarre, meist vulkanische Landschaften.
Wir kommen an verschiedene kleine Seen mit prachtvollen Farben (LAGUNA VERDE, LAGUNA BLANCA, LAGUNA COLORADA und andere), in denen sich viele Flamingos aufhalten, vorbei.
Das Geysirfeld SOL DE MANANA liegt auf 4.950 Meter Seehöhe, und wir erleben nochmals brodelnde Schlammpfützen und Schwefeldämpfe.
Nach so langer Abwesenheit freuen wir uns auf unser Wohnmobil und am nächsten Tag geht es weiter nach TOCOPILLA (Chile), das am Pazifik liegt und für uns besonders in Erinnerung bleibt, weil es dort einen Golfplatz ohne einen einzigen Grashalm gibt.
Entlang der Pazifikküste geht es weiter nach IQUIQUE (Chile) und ARICA (Chile), wo wir einen Stellplatz direkt am Yachthafen haben.
Der letzte Ort in Chile ist für uns PUTRE, wozu wir uns von 0 wieder auf 3.600 Meter „hocharbeiten“ müssen.
Mit diesem Reisebericht verlassen wir Argentinien und Chile für diese Reise. Unser nächstes Ziel ist LA PAZ (Bolivien).


Diese bizarre Steinformation im VALLE DE LUNA (Mondtal) im Nationalpark ISCHIGUALASTO (Argentinien) wird „Das U-Boot“ genannt.

„Bauernhof“ auf der Paßstrecke zwischen TAFI DEL VALLE und AMAICHA DEL VALLE (Argentinien) – hier ist alles wirklich karg.



PACHAMAMA – die „Mutter Erde“ hat im Leben der indigenen Bevölkerung eine sehr große Bedeutung.
Ein Architekt hat dieses Museum zu seinem Lebenswerk gemacht.



Hier dient Babsi als „Maßstab“, damit man die Größe des Kaktus erkennen kann.




Viele Serpentinen sind auf dem PASO DE JAMA (Argentinen – Chile) zu bewältigen, bis die ca. 4.200 Meter Höhe erreicht sind.
Unser WOMO schaffte bisher alles ohne Probleme. Wir hoffen, daß das auch so bleibt, denn es liegen noch viele Pässe vor uns.



EL TATIO (Chile) ist mit 4.300 Meter das höchstgelegene Geysirfeld der Welt. Als wir vor Sonnenaufgang dort sind, hat es minus 5 Grad Celsius.







Bei diesem Grenzposten erledigten wir unsere Einreiseformalitäten nach Bolivien für unsere Tour zum SALAR DE UYUNI.


Mit Jeeps fuhren wir durch das unwegsame Gelände. – Die Durchquerung von Wasserläufen gehörte dazu.








Das absolute WEISS des Hintergrundes ermöglicht optische Täuschungen. – Aber alle wissen, in Wirklichkeit hat die Barbara den Helmut in der Hand.


Auf der ISLA DEL PESCADO im SALAR DE UYUNI gibt es die tollsten Kakteen.











Flamingos in der LAGUNA COLORADA. Mikroorganismen im Süßwasser verursachen eine rote Färbung des Wassers – und in der Folge die rosa Färbung der Flamingos. – Da es bei Nacht friert, lassen sich die Flamingos einfach mit einfrieren und staken am nächsten Tag erst weiter, wenn die dünne Eisschicht wieder aufgetaut ist.






Wir und die VICUNAS sind in Bolivien, die MONTANAS COLORADAS (die farbigen Berge) befinden sich bereits in CHILE.












Der Golfplatz von TOCOPILLA (Chile) liegt direkt am Pazifik. Etwas spezifisch ist es für uns schon, daß es auf dem ganzen Golfplatz keinen einzigen Grashalm gibt.











Montag, 11. Januar 2010

Pazifik und Anden

Zum Jahreswechsel verbringen wir drei Tage in SAN CARLOS DE BARILOCHE (Argentinien).
Da es hier den schönsten Golfplatz Südamerikas (Golfplatz des Hotels LLAO LLAO) gibt, mußten wir trotz wechselhaften Wetters einfach eine Runde spielen und haben es nicht bereut. Der Platz war perfekt – die Ergebnisse verschweigen wir diskret.
Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug mit dem Sessellift auf den CERRO CAMPANARIO, von dem aus sich ein herrlicher Rundblick über das Seengebiet von BARILOCHE bot. Nicht umsonst nennt man BARILOCHE auch die „Schweiz Südamerikas“.
Den Silvestertag verbrachten wir sportlich und machten eine Wanderung und eine „Raftingtour“ auf dem RIO MANSO, bei der es naß und lustig zuging. Abends saßen wir dann etwas „abgekämpft“, aber in gemütlicher Runde im Kaminzimmer des Restaurants am Campingplatz.
Die Panamericana-Tour kennt aber keine langen Pausen, und so geht es bereits am nächsten Tage weiter nach PUERTO MONTT (Chile).
PUERTO MONTT war für uns auch interessant, da wir es von Berichten von Seglern kennen, die CAP HORN umrundet haben und vor oder nach der Umrundung die Technik ihrer Boote überholen ließen.
Eine lange Tagesfahrt nach Norden brachte uns nach VILLARRICA (Chile), wo wir am gleichnamigen See wieder einen traumhaften Campingstellplatz direkt am See hatten.
Wir ließen eine Wanderung in den Nationalpark aus und flogen lieber mit einer kleinen Cessna (3 Personen und der 80-jährige Pilot) bei blauem Himmel und Sonnenschein zum 2.840 m hohen und aktiven Vulkan VILLARRICA. Eine gute halbe Stunde dauerte allein der Aufstieg mit Hilfe der Thermik auf Höhe des Vulkankraters, doch das betagte Flugzeug schaffte es und wir konnten direkt in den Krater des Vulkans hineinschauen.
Weiter ging es dann nach SANTIAGO DE CHILE, durch das uns eine einheimische Reiseleiterin führte. Die 6-Millionen-Stadt, in der 40 % der chilenischen Bevölkerung leben, erscheint uns recht „europäisch“ und sauber. Die Fahrt mit der Standseilbahn auf den CERRO SAN CRISTOBAL, ermöglicht uns einen schönen Ausblick auf die Stadt.
Der nächste Reisetag mit dem Ziel MENDOZA (Argentinien) beinhaltete unsere erste „Andenüberquerung“ (über 3.200 m Höhe).
In vielen steilen Serpentinen schlängeln wir uns den Paß hinauf. Bei unserem WOMO steigt die Temperaturanzeige in bisher unbekannte Höhen, weshalb anstatt Tachometer und Drehzahlmesser diesmal die Temperaturanzeige im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit steht. Aber im 2. Gang und Heizung auf höchster Stufe sowie drei „Abkühlungsstops“ schafft unser Wohnmobil auch diese Hürde.
Oben angekommen ist die Anspannung gleich vergessen, und wir machen noch einen kurzen Abstecher in den Nationalpark ACONCAGUA zu einem Aussichtspunkt und sehen den ACONCAGUA (mit 6.962 Metern der höchste Berg Südamerikas) und seinen schneebedeckten Gipfel in voller Pracht.
Die weitere Fahrt nach MENDOZA (Argentinien) führt uns stundenlang durch einen grandiosen Canyon, der in seinen Felsstrukturen und Farben einen fast außerirdischen Eindruck erweckt.
MENDOZA ist eine Stadt, die durch künstliche Bewässerung mit dem Wasser aus den Anden von Wüste zu einem erstklassigen Weinbaugebiet wurde, bereits eine Million Einwohner und den höchsten Lebensstandard Argentiniens hat.
Morgen geht es weiter in die Wüste - nach SAN JUAN (Argentinien). – Aber das wird eine eigene Geschichte.

Entlang des Sees NAHUEL HUAPI und mit alten Baumbeständen bietet der Golfplatz des Hotels LLAO LLAO alles, was sich ein „Golferherz“ wünschen kann.











Auf allen Campingplätzen in Argentinien und Chile gibt es „Grillplätze“, die von den Campern häufig genutzt werden.












Eine Vielzahl von Bergen und Seen, die wir vom CERRO CAMPANARIO aus sehen, macht uns deutlich, warum BARILOCHE auch die „Schweiz Südamerikas“ genannt wird. Hier leben auch tatsächlich viele Deutsche, Schweizer und Österreicher und versuchen ihr Glück in der Touristikbranche.







Entlang eines Baches machten wir eine Wanderung zu einem Wasserfall.











Mit Neoprenanzug und „Haube“ unter dem Schutzhelm trotzten wir der Kälte des RIO MANSO.







Einige Stellen des RIO MANSO boten – zumindest für uns – richtiges „Raftingerlebnis“ mit viel Wasser im Boot. Alle Teilnehmer blieben deshalb auch nicht die ganze Strecke im Boot.






Im Stadtteil ANGELMÓ gibt es viele originelle Restaurants.












Eine gute halbe Stunde braucht unsere kleine CESSNA, um mit Hilfe der Thermik zum Krater des Vulkans VILLARRICA „hochzuklettern“.











Ein Blick in den Krater des rauchenden Vulkans.













Vom CERRO SAN CRISTOBAL aus kann man fast die ganze Stadt überblicken.










Unser erster Andenpass zeigt uns gleich „die Zähne“. – Viele steile Serpentinen fordern unserem WOMO viel ab.












Der höchste Berg Südamerikas zeigt sich uns schneebedeckt und ohne Wolken.













Um von 3.200 Meter Passhöhe wieder auf 800 Meter Seehöhe (MENDOZA) zu kommen, durchfahren wir stundenlang einen faszinierenden Canyon.